![]() Kuva: Peter Forsgård |
Mit der Fotografie bringe ich auf unterschiedliche Art Schönheit zustande. Die Fotos sollen nicht emotional, schreierisch wirken, sondern auf eine zurückhaltende Art ein bleibendes, positives Gefühl hinterlassen. Ich bevorzuge Aufnahmen aus dem Alltag. Ich beobachte gerne und bin jeden Tag wiederholt neugierig auf meine nächste Umgebung. Beim Fotografieren begegne ich den Menschen und der Natur mit ehrfurchtsvoller Demut – auch wenn es mein Ziel ist eine beängstigende Stimmung oder eine kritische Situation einzufangen. Warum fotografiere ich? Wonach strebe ich mit meinen Bildern? Mir gefällt das Bild als Ausdrucksmittel besonders gut, weil es für jeden Betrachter einen anderen Inhalt oder eine andere Geschichte bietet. Jeder erlebt ein Bild individuell, wobei es wichtig für mich ist, entgegengesetzte Anschauungen zu respektieren. Ein Bild kann gut, schlecht oder abscheulich sein – wie auch die umliegende Gesellschaft. Jeder Zuschauer legt fest was er als gutes Bild findet. Zugleich ist ein Bild mit der umliegenden Kultur verbunden. So ist jedes Bildnis für sich unabhängig und kann möglicherweise verschiedene Kulturen zusammen bringen. Persönlich sehe ich das Foto als Kontakt zwischen dem Zuschauer und dem Fotografen. Ich stelle es mir als eine Art Fernverbindung vor. Jede Besichtigung ist aber für sich einmalig und ruft beim Betrachter in der augenblicklichen (Lebens-) situation unterschiedliche Assoziationen hervor. Ein Bild reizt und befreit gleichzeitig. So versuche ich in meinen Bildern die Wirklichkeit zu zum Stehen zu bringen. Ein Bild hat eine solche Unveränderlichkeit in sich, welches das Leben nicht anbieten kann. Zu diesem Moment kann man in der Wirklichkeit nur mittels diesem Bild zurückkehren. Überlegungen betreffend Bilder und ihrer Bearbeitung Eine Vielzahl ist der Überzeugung, dass die digitale Bildbearbeitung die Dunkelkammer ersetzt hat. Das ist meistens korrekt, denn mit der modernen Technik geht vieles schneller und genauer, als mit dem traditionellen Korrekturabzug. Ich respektiere aber auch heute noch die Tradition und produziere realistisch „richtige Bilder“. Ein unmanipuliertes Bild ist ein Dokument, ein Faktum, nicht nur eine Stimmung. Ein manipuliertes und ausgeschmücktes Bild hingegen, beschreibt wie nichts anderes die heutigen Schönheitsideale und Eitelkeiten. In seiner Aufgabe ist das bearbeitete Bild genauso wertvoll und als Zeitdokument zu betrachten. Weiter erschaffe ich gerne Collagen, die von der traditionellen Fotografie in dem Sinn abweichen, als dass sie nicht die Wirklichkeit zeigen, sondern vielmehr wie Gemälde sind. Gemälde, die man mit einem Stückchen der Wirklichkeit verbunden hat. Aus der Vorstellung des Machers entsteht des erdachte Bild in seiner ureigenen Echtheit. Ein manipuliertes Bild kann meiner Ansicht nach viel prägsamer sein, als ein „traditionelles“ Bild. Einfach weil hier keine Grenzen gegeben sind. Collagen, auch Montagen genannt, haben immer schon Meinungsverschiedenheiten hervorgerufen: Sie verfälschten die Wirklichkeit und manipulieren. Ich denke aber, dass sie eine wichtige Aufgabe im Bereich der Kreativität und freien Entwicklung von Ideen haben. Sie sind ein Mittel, um surrealistische Bilder zu machen, welche in der Fotografie anders nicht möglich sind. Warum sollte ich mit Pinsel und Farbe malen, wenn es mit der heutigen Fotografie genauso möglich ist? |